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28.08.2018, 15:34 Uhr
Hoffen auf Regen
Kreislandwirt Peter Lautz zu Gast im CDU-Kreisvorstand
Kreislandwirt Peter Lautz hat den CDU-Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung (27.8.) über die Auswirkungen der außergewöhnlich langen Dürreperiode der vergangenen Wochen auf die rheinisch-bergische Landwirtschaft informiert. In unserer Grünlandregion sei besonders das Gras von der Trockenheit betroffen. Für die meisten Betriebe sei der dritte und vierte Schnitt ausgefallen. Und seit Wochen hätten Kühe und Pferde kein ausreichendes Weidefutter mehr. So müssten bereits jetzt die ohnehin knappen Vorräte für den Winter an die rund 16.000 Rinder, davon ca. 7.000 Milchkühe und 5.000 Pferde im Kreisgebiet verfüttert werden.
Peter Lautz und Rainer Deppe MdL

Das Wichtigste wäre, so Lautz, dass es jetzt große Regenmengen fallen, damit im Herbst das Gras noch einmal kräftig zu wachsen beginnt. Vielleicht könnten die Tiere dann noch länger als in anderen Jahren auf den Weiden verbleiben. Wenn dies so einträte, wären die heimischen Landwirte noch einmal mit einem „blauen Auge“ davon gekommen. Eine genaue Übersicht werde es erst gegen Ende der Stallhaltungsperiode im kommenden Frühjahr geben.

Lautz berichtete, dass die 407 landwirtschaftlichen Betriebe in Rhein-Berg, welche zu ca. 46% im Nebenerwerb bewirtschaftet werden, je nach Arbeitsschwerpunkt auch in unserem Kreis unterschiedlich stark betroffen seien. Das von der Bundesregierung angekündigte Hilfsprogramm in Höhe von 340 Mio. Euro bewertet Lautz positiv, obwohl er davon ausgehe, dass – wenn überhaupt – nur einige wenige heimische Landwirte von der Hilfe profitieren werden. Im Moment gehen die Experten von rund 500 Betrieben in ganz NRW aus, die auf Leistungen aus dem Bund-Länder-Programm hoffen können. Lobende Worte fand Lautz für die Politik von Bund, Land und Kreis, die bereits mit Ausnahmeregelungen zur Nutzung von ökologischen Vorrangflächen und Greeningmaßnahmen dabei helfe, weitere Härten abzumildern. CDU-Kreisvorsitzender Rainer Deppe: „Zwei Drittel der gesamten Fläche des Rheinisch-Bergischen Kreises werden land- und forstwirtschaftlich genutzt. Die flächendeckende Landwirtschaft gehört für die CDU untrennbar zum Bergischen Land. Wir werden in Extremsituationen, wie zum Beispiel in diesem Jahr, alles dafür tun, unsere nachhaltig wirtschaftenden Familienbetriebe zu unterstützen.“

aktualisiert von Thomas Frank, 10.09.2018, 15:48 Uhr

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